Malerei
Der Künstler und sein Werk
Das Werk von Dietmar Wimmer ist völlig durchdacht, nichts ist dem Zufall überlassen. Die Bilder, zusammengestellt aus verschiedenen, teils gefundenen, zufälligen Materialien, sind genau geplant, genial konstruiert.
Der Künstler ist ein großer Ästhet. Seine Ausdruckskraft ist von einer seltenen Reinheit.
So spielen Farben eine absolut untergeordnete Rolle, er ist einer der wenigen, die selbst mit „weiß“ und einer leichten Schattierung in „grau“ oder „braun“ einen berührenden Eindruck erzielen können, in dem er z.B. eine Ecke mit Flechtarbeiten gestaltet, d.h. die monotone Oberfläche an einer Stelle unterbricht, indem er aus gleichen Streifen einwebt, diese wiederum, wie den Rest des Bildes, also weiß in leichten Schattierungen einfärbt.
Wobei wir bei seiner Flechttechnik sind. Wimmer lässt ganze Werke leben, indem er sie völlig in Flechttechnik präsentiert, d. h. er „webt“ ab und zu den gesamten Bilduntergrund, mal mit breiteren, mal mit schmäleren Streifen, die durch diese Struktur eigentlich das gesamte Werk ausmachen.
So können die Webstreifen auch mal einfärbig sein, und so das Werk wirklich nur durch die Konstruktion leben lassen, was eine berührende, reine Ästhetik hervorruft. Dann hebt er wieder den Kontrast hell – dunkel, hart – weich, wodurch die nach gleichem Schema aufgebauten Werke eine starke Eigendynamik entwickeln.
Bertrand Kass, Februar 1997
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| “Fundament 1″ 2010 Collage auf Büttenpapier, ca. 10 x 15 cm |
“entrata 1″ 2010 Collage auf Büttenpapier, ca. 15 x 20 cm |
“entrata 2″ 2010 Collage auf Karton, ca. 21 x 30 cm |


