Soziale Plastik

Mein Anliegen als Künstler

Mein Anliegen sind Menschen. Menschen im Abseits der Gesellschaft, Obdach- oder Arbeitslose, gesellschaftlich ausgegliederte Menschen, Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen. Ich studiere diese Menschen, indem ich mit ihnen arbeite und aus diesen Beobachtungen entstehen meine Arbeiten:  Meine Flechtbilder sind aus Leinen oder Jute in Streifen zerschnitten, um anschließend wieder als Einheit geflochten zu werden, manchmal ergänzt mit achtlos weggeworfenen Gegenständen.

Der Malkörper stellt während des Arbeitsprozesses das Leben dar, die Geburt und das Sein auf Erden. Änderungen die wir bewusst vollziehen, aber auch Änderungen, die nicht unserem Einfluss unterliegen werden durch das Zerschneiden der Malkörper dargestellt. Durch das Verflechten der Werkstoffe entsteht ein neues Bild, eine andere Oberfläche. Durch die geflochtene Struktur ist Bewegung in das Werk gekommen. Bewegung ist Leben und Leben ist Bewegung.

Durch das Einbinden von Fundstücken in die geflochtenen Bilder schließt sich der Kreislauf von Leben und Tod, ein achtlos weggeworfener und ausgedienter Gegenstand wird durch die Integration in das Werk wieder zum Leben erweckt.

Auch die Menschen, mit denen ich arbeite haben in der Gesellschaft „ausgedient“ und fühlen sich durch ihr Schicksal oft leblos. Mit Hilfe der Kunst werden sie wieder zu neuem Leben erweckt, da sie durch die künstlerische Betätigung wieder einen Sinn in ihrem Leben finden und noch dazu ein Mittel entdecken, mit dem sie sich barrierefrei zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen austauschen können.

Meine Tätigkeit im Behindertendorf Altenhof gibt mir die einmalige Möglichkeit mein künstlerisches Anliegen sowohl in meinen Arbeiten zu verwirklichen, als auch mein Wissen und Können an jene weiterzugeben die so sehr davon profitieren.

Werden durch diese Arbeit die Menschen sensibilisiert für die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen habe ich mein Ziel erreicht!

Vernissage Gallerie 20gerHaus
Tiefgarage Steyr
Drive In